Spannfutter Toplus IQ gewinnt den Innovationspreis »MM Award zur AMB 2016«

01_Hainbuch_MM_Award_VerleihungNach dem Award der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg »100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg« für zwei Produktionslösungen beziehungsweise Vernetzungslösungen im Mai kann Hainbuch bereits den zweiten Erfolg 2016 verbuchen. Auf der AMB Messe wurde das weiterentwickelte intelligente Toplus IQ Futter zur Werkstückspannung mit dem Innovationspreis MM Award ausgezeichnet. Zahlreiche AMB-Aussteller hatten sich mit ihren Entwicklungen für den Innovationspreis beworben. Die achtköpfige Jury kürte unter den drei Spanntechnik-Finalisten das Futter zum Sieger in der Kategorie Spannmittel. Und würdigte damit den Pioniergeist und die außergewöhnliche Ingenieursleistung des Marbacher Familienunternehmens. Das Futter überzeugte in allen Entscheidungskriterien, unter anderem dem technischen Innovationsgrad, dem Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft und bei der Wirtschaftlichkeit. »Innovation ist, wenn der Kunde ‚wow’ sagt. Offensichtlich haben wir das auch bei den Juroren geschafft«, erklärt geschäftsführender Gesellschafter Gerhard Rall mit einem Lächeln und freut sich über die Auszeichnung. »Früher ging es ganz plump gesagt nur um Stahl und Eisen, doch heute spielen Mechatronik und Digitalisierung eine ganz wichtige Rolle bei der Produktentwicklung«, so Rall.

Futter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten
Ein Futter, welches mit seiner ausgeklügelten integrierten Sensortechnologie permanent die tatsächliche IST-Spannkraft am Werkstück misst. Über die berührungslose Daten- und Energieübertragung werden die Messdaten direkt an die Maschinensteuerung geleitet und ausgewertet. Von der Steuerung wird ein Sollwert-Abgleich durchgeführt und es werden, wenn erforderlich, Meldungen ausgegeben oder eine Korrektur initiiert. Selbst eine In-Line Werkstück Maßkontrolle, direkt bei jeder Spannung, ist durch eine integrierte Messsensorik möglich. Es wird auch die Temperatur nahe am Werkstück ermittelt, um beispielsweise eine Temperaturkompensation zu ermöglichen.

Daten bringen große Vorteile
Mit den gewonnen Daten aus der Überwachung, genannt »Condition Monitoring« ist eine Langzeitkontrolle möglich. Dabei verfolgt das Condition Monitoring zwei Ziele: Sicherheit und Maschineneffizienz. Die Überwachung des Maschinenzustands ist die zwingende Voraussetzung für eine bedarfsorientierte und zustandsorientierte Wartung und Instandhaltung. Moderne Condition Monitoring Systeme stellen zwar höchste Anforderungen an Sensorik, Messdatenerfassung und automatische Messdatenverarbeitung sowie anlagenspezifische Kenntnisse. Jedoch bietet es auch das größte Potential zur Kosteneinsparung, da die Lebensdauer kritischer Maschinenelemente vollständig ausgenutzt werden kann und gleichzeitig erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Produktionsplan terminiert werden können. So lassen sich unnötige Stillstandzeiten vermeiden, die Maschinenverfügbarkeit erhöhen und Abweichungen reduzieren. Das macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar, denn das Futter erkennt Ausschuss, beispielsweise bei Werkzeugbruch, sortiert diesen aus und unterbricht die Wertschöpfung. Dadurch wird die Qualität gesteigert und der Personalaufwand reduziert. Die Mitarbeiter haben so die Chance sich mehr auf proaktive Maßnahmen zu konzentrieren. Außerdem sinkt durch die permanente Überwachung die Gefahr von Werkstückverlusten mit Verursachung von Schäden an Mensch und Maschine. Und das ist doch ein ganz wichtiger Pluspunkt.

Autor: HAINBUCH GmbH

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