Smartes Auslegungsprogramm optimiert Energie- und Kühlschmierstoff-Kosten

Hersteller wie Betreiber von Werkzeugmaschinen beschäftigen sich intensiv mit Fragen der Prozessoptimierung, um die Energie- und Rohstoffkosten zu verringern.

Prozessoptimierung-KSS-Anlage

Ein kritischer Blick auf die installierten Kühlschmierstoff-Pumpen hilft dabei regelmäßig weiter.

Denn die Praxis zeigt: KSS-Pumpen zur Versorgung zerspanender Bearbeitungsmaschinen sind häufig hinsichtlich ihrer Leistungsdaten (Durchflussmenge, Druck) für die jeweilige Anwendung entweder unter- oder wesentlich überdimensioniert. Sie fördern deshalb nicht im optimalen Betriebspunkt, arbeiten also für den Betreiber unwirtschaftlich.

Hinzu kommt: Die Strecke zwischen der Bearbeitungsstelle und der Pumpe ist für viele Betreiber eine ‚Blackbox’, deren Einflüsse bisher nur schwer erfassbar waren. Einerseits ist häufig unbekannt, welche Menge an Kühlschmierstoff für eine bestimmte Bearbeitungsaufgabe überhaupt benötigt wird. Andererseits fehlt die Kenntnis, mit welchen Leistungsdaten der Pumpe eine gewünschte Menge an Kühlschmierstoff effizient und wirtschaftlich der Bearbeitung zugeführt werden kann.

Eine wertvolle Hilfe zur Prozessoptimierung ist das von Grundfos gemeinsam mit Produktionstechnik-Spezialisten der Grindaix GmbH (eine Ausgründung der RWTH Aachen) entwickelte ‚Design Tool Machining Applications‘: Das Tool unterstützt den Betreiber dabei, das gesamte Zufuhrsystem zu konfigurieren und eine optimale Pumpe für einen definierten Bearbeitungsprozess auszuwählen. Das leistungsfähige Auslegungsprogramm für alle Komponenten der Kühlschmierstoff-Versorgung spart durch deren Optimierung bis zu 60 % Energie- und Kühlschmierstoff-Kosten ein.

Was kann, was leistet das Werkzeug? Das ‚Design Tool Machining Applications’ offeriert dem Anwender nach der Definition der Bearbeitungsaufgabe geeignete Einsatzbedingungen des Kühlschmierstoffs (Volumenstrom, Austrittsgeschwindigkeit). Für verschiedenste Formen an Kühldüsen wird anschließend der Druckverlust über die eingesetzten Düsen berechnet. Durch die Konfiguration der gesamten Zufuhrleitung zwischen der Pumpe und den Austrittsdüsen – vorliegende Rohr- und Schlauchabschnitte sowie sämtliche Einbauten wie beispielsweise die Ventile – generiert das Tool daraus automatisch den optimalen Betriebspunkt der Pumpe (Durchflussmenge und Druck bzw. Förderhöhe).

Auf dieser Basis schlägt das ‚Design Tool’ dann unter Berücksichtigung der Investitions- und der Energieverbrauchskosten aus dem Pumpenprogramm von Grundfos die Pumpenkonfiguration mit den geringsten Betriebskosten vor.

Das in der Praxis vieler Beratungsgespräche bewährte Auslegungsprogramm steht im Internet zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung.

Dieses Werkzeug passt ideal zur weltweiten ‚Energy Movement’-Bewegung der Grundfos-Gruppe. Ziel dieser Initiative ist es, über die immensen Einsparpotenziale moderner Pumpentechnik aufzuklären. Mit der ‚Energy Movement’-Bewegung weist Grundfos aktiv auf den Missstand hin, dass falsche Pumpendimensionierungen und nicht angepasste Motordrehzahlen weltweit täglich für eine massive Energievergeudung sorgen.

Autor: Redaktion

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