Grundfos Norm- und Blockpumpen fördern große Kühlschmierstoff-Mengen

Normpumpe-NKG

Eine einzelne Werkzeugmaschine mit Kühlschmierstoff (KSS) zu versorgen, dafür stehen bei Grundfos Eintauchpumpen wie die Baureihen MTA, MTR oder SPK zur Verfügung. Müssen ganze Fertigungslinien beispielsweise in der Automobilindustrie mit Kühlschmierstoffen versorgt werden, kommen Pumpen großer Förderleistung zum Einsatz.

Beispielsweise stehen in der Motorenfertigung eines der großen Hersteller von Premium-Pkw mehrere Tausend Werkzeugmaschinen bereit, um aus angelieferten Gussteilen und Rohlingen Motorblöcke, Zylinderköpfe und Kurbelwellen zu Fräsen, Bohren, Drehen und zu Schleifen. Die Komponenten werden anschließend in mehreren Montagelinien zum Motor komplettiert. Zur Versorgung von Fertigungslinien dieser Dimension offeriert Grundfos Normpumpen NK und Blockpumpen NB gemäß EN 733 (Wassernorm) und als NKG und NBG gemäß EN 22858 (Chemienorm) in unterschiedlichen Gehäusewerkstoffen (Grauguss, Edelstahl, Duplex) und Dichtungsvarianten.

Als Grauguss-Pumpen (Baugrößen bis 250-500) realisieren die Aggregate Fördermengen bis maximal 1200 m³/h. Bis zur Baugröße 150-500 (maximale Förderleistung 820 m³/h) stehen als Werkstoffe zudem Edelstahl 1.4408 und Duplex-Stahl 1.4517 zur Verfügung.

Dass gerade beim Fördern großer KSS-Mengen die Energieeffizienz eine zentrale Rolle spielt, liegt auf der Hand. Deshalb wird es der Betreiber zu schätzen wissen, dass NK- und NB-Pumpen hohe hydraulische Wirkungsgrade aufweisen (z.B. NK/NB 250-400: η=88 %!). Bei variablen Fördermengen bieten die frequenzgeregelten Varianten NKE bzw. NBE mit dem von Grundfos entwickelten MGE-Hocheffizienzmotor (IE3 standardmäßig bis 22 kW verfügbar) durch das automatische Anpassen der Drehzahl in Kombination mit einer betriebsspezifischen Laufraddimensionierung weitere Einsparmöglichkeiten.

Werden die NBE- und NKE-Pumpen mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet, sind mehrere Regelungsarten verfügbar: Konstantdruck / Konstante Temperatur / Konstanter Förderstrom / Differenztemperatur / Differenzdruck. Alle drehzahlgeregelten E-Pumpen von Grundfos sind zudem mit einer Datenbus-Schnittstelle (RS485, GENIbus-Protokoll) zur Anbindung an eine Leitstelle oder an einen Datenlogger ausgestattet.

Mehrpumpen-Anlagen mit bis zu sechs Aggregaten können über den intelligenten Kaskadenregler Control MPC energieoptimiert geregelt werden (Parallelbetrieb). Die Regelung wählt automatisch die optimale Zahl von Pumpen aus und regelt diese entsprechend des jeweiligen Pumpenwirkungsgrads auf den energetisch günstigsten Wert; die Zahl der Reservepumpen ist frei definierbar. Über eine Ethernet-Schnittstelle (VNC-Server) ist es möglich, das Anzeige-Display inklusive aller Bedienfunktionen per Internet-Explorer auf einem externen PC abzubilden.

In allen Einsatzfällen profitiert der Betreiber von der grundlegenden Konstruktion beider Bauarten: Aufgrund der Prozess-Bauweise und dem durchgängigen ‚Back-Pull-Out-Design’ kann die Pumpe bei Wartungsarbeiten in der Rohrleitung eingebaut bleiben. NK-Pumpen sind standardmäßig mit einer Ausbaukupplung ausgestattet. Vorteil: Eine Demontage und ein erneutes Ausrichten des Motors sind nicht erforderlich, was die Stillstandszeit bei jeder Wartung deutlich verkürzt.

Die Pumpen sind zudem mit hochwertigen Losflanschen ausgestattet. Die Flexibilität dieses Systems erlaubt einen spannungsfreien Einbau sowie die Anpassung an den Systemauslegungsdruck, unabhängig vom maximalen Nenndruck der Pumpe.

Die Pumpen sind sowohl mit 50 Hz- als auch mit 60 Hz-Standardmotoren ausrüstbar – somit können diese Aggregate weltweit eingesetzt werden.

Autor: Redaktion

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