Flexible Kleinstbohrer: immer länger, jetzt auch mit integrierter Kühlung und für Titan

CrazyDrill Flex-50xD

Wenn Mikron Tool vor einem Jahr die Bohrwelt in Staunen versetzte mit der Neuentwicklung von flexiblen Hartmetallbohrern und den Herstellern von Tieflochbohrern Respekt abrang, da diese Werkzeuge Bohrtiefen bis 30 x D erreichen können und das ab Durchmesser 0.1 mm, so geht der Schweizer Werkzeughersteller heute noch einen Schritt weiter und erweitert das Bohrprogramm des CrazyDrill Flex. Jetzt spricht man von Bohrtiefen bis 50 x D sowie von integrierter Kühlung, welche bei diesen extremen Bohrtiefen unerlässlich ist. Neu ist auch eine Variante speziell für die Bearbeitung von Titan.

In vielem gleicht das neue, extralange Werkzeug seinem „Vorgänger“: Wie schon die erste Version des CrazyDrill Flex verfügt auch die neue Variante über die speziellen Eigenschaften wie die Flexibilität eines HSS-Bohrers sowie die Präzision und die langen Standzeiten des Hartmetallbohrers. Ebenso verfügt sie über das Verbindungselement zwischen dem Schneidkörper und dem Einspannschaft, das dem Werkzeug die notwendige Elastizität verleiht, um prozesssicheres Bohren auch unter erschwerten Bedingungen zu garantieren (zum Beispiel beim Bohren mit Mittenversatz) oder labilen Verhältnissen.

Neu ist die Länge, welche ab Durchmesser 0.3 mm Bohrtiefen bis 50 x D ermöglicht, neu ist auch die in das Werkzeug integrierte Kühlung. Das Kühlmittel wird durch den Schaft geführt und wirkt so bei jedem Entspänen, unabhängig von der Länge des Werkzeuges, immer direkt auf die Bohrerschneiden. Dank der speziellen Anordnung und Form der Kühlmittelbohrungen wird ein sehr konzentrierter Strahl erzielt, der die Spannuten reinigt. Auch bei hohen Drehzahlen bleibt der Kühlmittelstrahl gebündelt. Neben dem konventionellen Schneidoel ist es außerdem auch möglich, mit Minimalschmiermengen zu arbeiten.

Ein kontrollierter Bohrprozess mit regelmäßigem und häufigem Entspänen ist einer der wichtigen Faktoren, um CrazyDrill Flex mit Erfolg einzusetzen. Im Normalfall arbeitet man mit Bohrstössen von 0.5 bis 1 x D, Schnittgeschwindigkeit und Vorschub sind abhängig vom zu bearbeitenden Material, wobei diese gegenüber der „kurzen“ Ausführung leicht zu reduzieren sind. Wer dieses Werkzeug neu einsetzt, ist auf jeden Fall gut beraten, sich bei den Spezialisten von Mikron Tool Starthilfe zu holen.
Getoppt wird dieses Programm noch durch eine Ausführung in abgeänderter Geometrie, die sich speziell für die Bearbeitung von Titan eignet. Auch hier gilt: für Bohrtiefen bis 30 x D funktioniert der Bohrer bestens mit äußerer Kühlmittelzuführung, bei Bohrtiefen bis 50 x D verfügt das Modell über eine im Schaft integrierte Kühlung.
Dass bei diesen extremen Bohrtiefen eine vorhergehende Zentrierung resp. Pilotbohrung ein wichtiger Bestandteil ist, leuchtet jedem ein, der mit solchen Bearbeitungen Erfahrung hat. Hierzu steht dem Anwender für beide Varianten ein ergänzendes Programm mit jeweils angepasster Geometrie aus der CrazyDrill Familie zur Verfügung. Lieferbar sind Bohrer in Abstufungen von einem Hundertstel Millimeter (ab Lager in Abstufungen von fünf Hundertstel Millimetern) für Bohrtiefen von 50 x D und wie bisher auch in den „kürzeren“ Längen von 20 x D und 30 x D.

Autor: Redaktion

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