Erste Drehdurchführung mit Bus-Technologie

DDF-I

Der Spanntechnik- und Greifsysteme-Hersteller SCHUNK hat die weltweit erste pneumatisch-elektrische Drehdurchführung DDF-I mit integrierter Bus-Technologie entwickelt. Damit lassen sich hinter Drehachsen mechatronische Greifmodule, Ventile oder Sensoren, besonders prozessstabil ansteuern. Es können bis zu 26 elektrische Signale gleichzeitig übertragen werden. Davon 13 zur Ansteuerung von Ventilen. Durch eine Fluiddurchführung gelangen Luft und Vakuum zu den Aktoren.

Wird das Modul mit dem Schnellwechselkopf SWK-I von SCHUNK kombiniert, sind besonders effiziente Lösungen sind möglich. Aufgrund der darin integrierten Mikroventile kann auf eine Ventilinsel komplett verzichtet werden. Statt wie sonst üblich muss nicht die gesamte Zuleitung sondern lediglich noch der Kolbenraum der Aktoren mit Druckluft gefüllt werden. So lässt sich der Druckluftverbrauch um bis zu 90 Prozent verringern. Gleichzeitig erhöht sich das Ansprechverhalten der Aktoren.

Die Mittenbohrung der DDF-I ermöglicht die Durchführung von Kabeln, Flüssigkeiten, Werkstücken oder den Einsatz einer Kamera. Auch Endlos-Drehbewegungen sind mit dem Modul realisierbar. Neuartige Dichtungen reduzieren das Losdrehmoment auf ein Minimum. Das besonders leichte Gehäuse, aus einer harteloxierten, hochfesten Aluminiumlegierung, bietet optimale Voraussetzungen für den Einsatz kleinerer und damit wirtschaftlicherer Motoren und Roboter. Mit dem ISO-Flanschbild ist es ohne Adapter mit unterschiedlichsten Robotern zu verbinden. Die Drehdurchführung gibt es in den Bau-größen 040, 050 und 063.

Bild DDF-I: Mithilfe der integrierten Bus-Technologie lassen sich bei der kompakten Drehdurchführung DDF-I bis zu 26 elektrische Signale übertragen, davon 13 zur Ansteuerung von Ventilen.

John Großpietsch

Autor: John Großpietsch

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