SW stellte Hochleistungszerspaner BX 621 auf der EMO aus

Die neue BX 621 zerspant große Werkstücke aus Stahl, Guss und Leichtmetallen leistungsstark.

Optisch nur ein kleiner Unterschied, genauer betrachtet wird er schon größer – das Bearbeitungszentrum BX 621 der Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) ist anders als die „gewohnten“ SW-Entwicklungen, dafür aber genauso innovativ.

Auf der EMO präsentierte SW eine horizontale, zweispindlige Einplatzmaschine, die für Zerspanungsaufgaben mit langer Bearbeitungsdauer sowie den Einsatz in Niedriglohnländern optimal gerüstet ist. Eine Art „Welt-Maschine“, die gleichermaßen leistungsstark, als auch investkostengünstig ist. Die BX 621 ist prädestiniert für das Hochleistungsfräsen von Werkstücken aus Stahl und Guss bei gleichzeitig höchster Genauigkeit. Typische Bauteile sind beispielsweise Bremssattel oder auch Turbogaskrümmer. Anhand eines Vergleichswerkstücks wurde auf der EMO genau diese Bearbeitung demonstriert und die Stabilität und Genauigkeit der Maschine verdeutlicht.

Mono-Wand statt Monoblock
Der für SW-Maschinen typische Monoblock wurde bei der BX 621 durch eine patentierte Mono-Wand Technologie ersetzt. Diese sorgt für geschlossenen Kraftfluss und optimale Steifigkeit des BAZ. Zudem lässt sie sich als „Kranhakenmaschine“ einfach transportieren und positionieren.

Neue Aufteilung der Vorschubachsen
Neu ist auch die Aufteilung der Vorschubachsen. Die Werkzeuge verfahren in Y- und Z-Richtung, die Werkstücke in X-Richtung. Wolfgang Armleder erläutert die Idee und Umsetzung so: „Die Lagergehäuse der torquegetriebenen Rundachsen agieren zusammen mit der Spannbrücke als geschlossener „Schubverband“, der auf der Antriebsseite über eine Kugelrollspindel in X-Richtung verfahren wird. So haben wir uns die X-Schlitten gespart und ohne technische Einbußen nennenswert Kosten reduziert. Zudem führt diese Konsol-Bauweise der kombinierten A- und X-Achse zu einem ungehindert freien Spänefall.“

Für Stahl, Guss und Leichtmetalle
Auf Gantry-Antrieb sowie Doppelschwenkträger wurde bewusst verzichtet. Für die Haupt-Zielmärkte und Hauptanwendungen sind sie nicht zwingend erforderlich. „Diese liegen in Niedriglohnländern oder aber in Anwendungen, bei denen die Laufzeiten sehr lang sind,“ erklärt Reiner Fries, Geschäftsführer Vertrieb bei SW. HSK A100 Arbeitsspindeln mit 600 mm Spindelabstand nehmen es mit großen Werkstücken aus Stahl, Guss oder Leichtmetallen auf. Das Werkzeugmagazin umfasst 2 x 20 Plätze. Direkte Wegmesssysteme sind optional nachrüstbar. In der Standard-Ausführung ist die BX 621 für die vierachsige Zerspanung konzipiert, die 5. Achse ist ebenfalls optional.

Insgesamt fasst Reiner Fries die BX 621 als zerspanstarkes, kostengünstiges Arbeitspferd zusammen, das annähernd zum halben Preis einer BA 600 erhältlich ist. „Es muss nicht immer ein absolutes High-End Produkt sein – auch der Gegenpol hat für unsere Kunden wie für uns selbst seinen unbedingten Reiz und seine Berechtigung. Denn schließlich belegen wir so unsere Vielseitigkeit.“

Autor: Redaktion

Share This Post On