Aventics stellt auf der HMI 2014 vor: Eine Frage der Einstellung – Produktivitätssteigerung per Schraubendreh

BildOptimal eingestellte pneumatische Endlagendämpfung verbessert Produktivität und Energieeffizienz und verringert Kosten und Vibrationen in der Anlage

Einstellungen lassen sich per Schraubendreher vornehmen

Höhere Produktivität, mehr Energieeffizienz, geringere Kosten: Eine individuell eingestellte pneumatische Endlagendämpfung bietet Anwendern mehrere Vorteile. Darüber informiert Aventics (bisher Rexroth Pneumatics) auf der Hannover Messe 2014. Am Messestand können Besucher erleben, wie sie die Leistungsfähigkeit eines Pneumatikzylinders mit Hilfe eines einfachen Schraubendrehers optimal nutzen können.

Durch eine optimal eingestellte pneumatische Dämpfung wird die Kolbengeschwindigkeit eines Zylinders kontrolliert gesenkt, bevor dieser die Endlage erreicht. Dadurch steigt die Lebensdauer der Zylinder und Anlagen, während störende Vibrationen gering gehalten werden. Aber was ist besser – eine einstellbare oder eine voreingestellte Dämpfung? An dieser Frage scheiden sich die Experten. Während viele Automatisierungshersteller heute voreingestellte Module anbieten, plädiert Aventics für eine manuelle Einstellung der Endlagendämpfung. Denn nur sie ermöglicht Kunden eine Anpassung auf ihre individuellen Anforderungen.

Bis zu 50% mehr Produktivität und 50% weniger Luftverbrauch

Nach Meinung der Pneumatikspezialisten aus Laatzen vereinfacht eine voreingestellte Dämpfung zwar die Inbetriebnahme, allerdings auf Kosten der Produktivität und Energieeffizienz. Eine individuell eingestellte Dämpfung hingegen nutzt die Leistungsfähigkeit eines Pneumatikzylinders optimal. „Weil die Endlage schneller erreicht wird, lassen sich kürzere Taktzeiten erzielen – sprich: die Produktivität steigt“, erklärt Stefan Krämer, der bei Aventics das Produktmanagement für Zylinder leitet. Ihm zufolge sind Leistungssteigerungen um bis zu 50 Prozent möglich.

Zugleich sinke der Energieverbrauch, da sich die gleiche Dämpfungsleistung durch kleinere Zylinder realisieren lasse. Zum Beispiel könne ein voreingestellter Zylinder mit Durchmesser 32 durch einen Zylinder mit einstellbarer Dämpfung mit Durchmesser 16 ersetzt werden. Dadurch können auch kleinere Ventile zum Einsatz kommen. „Kleinere Komponenten sind wiederum günstiger“, so Krämer weiter. „Außerdem lässt sich der Luftverbrauch um mehr als die Hälfte senken“.

Per Schraubendreh zur richtigen Einstellung

Die individuelle Einstellung der Endlagendämpfung erfolgt über eine Justierschraube, die den Querschnitt eines Abluftkanals verändert. Bei der einstellbaren Dämpfung, beispielsweise der aktuellen Generation von ISO-Pneumatikzylindern von Aventics, reichen wenige Schraubendrehungen, um die Dämpfung auf das Werkstückgewicht und die Dynamik der Bewegung einzustellen. Vom 7. bis zum 11. April 2014 können Besucher der Hannover Messe dies am Stand von Aventics in Halle 17 selbst ausprobieren.

Die ehemalige Rexroth-Tochter Aventics optimiert seit Jahren das Konzept der pneumatischen Endlagendämpfung. Das Unternehmen erweitert den Ansatz auch über den Einsatz bei ISO-Zylindern hinaus. Als erster Pneumatikhersteller führt Aventics derzeit eine pneumatische Dämpfung bei Minischlitten am Markt ein. Auch dieser Minischlitten ist auf der Hannover Messe zu sehen.

Voreingestellte Endlagendämpfungen bieten wenig Flexibilität

Eine Endlagendämpfung verhindert, dass ein Zylinderkolben ungebremst gegen den Zylinderdeckel oder -boden schlägt. Fast alle Pneumatikhersteller setzen auf eine pneumatische Dämpfung, da diese in der Regel die wirtschaftlichste Methode ist. Dabei gibt es sowohl voreingestellte als auch individuell einstellbare Endlagendämpfungen. Voreingestellte Dämpfungen basieren auf einem Durchschnittswert; der Entlüftungsvorgang ist vorgegeben und nicht veränderbar. Dadurch kann nur ein begrenzter Bereich der möglichen Dämpfungsleistung abgedeckt werden. Bei Dynamik und Präzision müssen Kompromisse eingegangen werden. Zudem können Über- oder Unterdämpfungen auftreten und Störungen verursachen. Abhilfe schaffen kann hier nur ein größerer Zylinder mit höherer Dämpfungskapazität, der allerdings die Investitions- und Betriebskosten erhöht.

Autor: Redaktion

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